e-prototyping eggs unimedia
eggs unimedia
 
Siemens Schweiz AG
Global Energy Monitoring & Controlling
Informationen dazu finden Sie auch auf der Website von Siemens Building Technologies

Weitere Informationen über dieses Projekt finden Sie auch in diversen Presseberichten und Veröffentlichungen (Google Search)

Mit "Energy Monitoring & Controlling" (EMC) bietet Siemens Building Technologies interessierten Energieversorgern und Unternehmen eine bisher am Markt einzigartige E-Service-Lösung für das Energiemanagement von Gebäuden und Liegenschaften an. Diese vom Münchener New-Media-Dienstleister eggs unimedia realisierte Webanwendung kann auch von Computerlaien problemlos bedient werden und erfordert keine zusätzliche Installation von Hard- oder Software.

Das kundenspezifisch gestaltete Webportal „Energiebuchhaltung – Online“ wird von Siemens Building Technologies (SBT) als ASP-Lösung (Application Service Providing) bereitgestellt. Mit der Online-Plattform auf Webbasis (Adobe Coldfusion) können Energieverbrauch und -kosten über das Internet – statt wie herkömmlich über Hardware- und Softwaresysteme vor Ort – ausgewertet und überwacht werden. Die Analyse der erfassten Verbrauchsdaten zeigt nicht nur die Energiesituation eines Gebäudes auf, sondern erleichtert es auch, Rückschlüsse auf die Nutzung der Anlagen und deren Wirkungsgrad zu ziehen. Mit dem Programm lässt sich so die ökonomische und ökologische Sinnhaftigkeit von Maßnahmen sehr gut beurteilen.

Von vorneherein war klar, dass zu den Anwendern des Systems keine Computerexperten zählen würden, sondern Praktiker aus der Gebäudeverwaltung und -technik. „Eine intuitive Bedienung war deshalb genauso gefragt wie der Verzicht auf aufwändige Hard- und Softwareinstallationen vor Ort“, berichtet Michael Deiß, Entwicklungsleiter beim Münchener New-Media-Dienstleister eggs unimedia, der für die technische Realisierung verantwortlich war. Zu den zentralen Anforderungen an das Energiemanagementsystem zählte außerdem die Möglichkeit, bereits unmittelbar nach der Eingabe der Verbrauchsdaten detaillierte Berichte über Energieverbrauch und Emissionen zu erstellen und diese über das World Wide Web verfügbar zu machen. „Gleichzeitig sollte die Benutzeroberfläche leicht an die individuellen Vorgaben der verschiedenen Siemens-Kunden wie zum Beispiel Wien Energie angepasst werden können, da das Corporate Design als Identifikationsfaktor im Servicegeschäft eine zentrale Rolle spielt“, erläutert Deiß.

Zielgruppe für „Energy Monitoring & Controlling“ (EMC) – so der Name der neuen Energiemanagement-Dienstleistung – sind Kommunen und Energieversorger ebenso wie Unternehmen mit mehreren Standorten und typische Liegenschaftsverwalter. Die automatisierte Zusammenführung und Analyse dezentraler Zählerwerte in einer zentralen Datenbank macht den Einsatz von EMC vor allem bei Anwendern mit mehreren allein stehenden Gebäuden oder bei großen Unternehmen mit weit auseinander liegenden Gebäudekomplexen sinnvoll. Die Daten der einzelnen Zähler werden vom lokalen Gebäudeverantwortlichen – zum Beispiel dem Hausmeister – vor Ort an einem PC mit Internetanschluss eingegeben. Alternativ bietet Siemens Building Technologies auch eine Lösung an, die das automatisierte Erfassen von Verbrauchsdaten über das Internet ermöglichen.

Schnelle Realisierung mit Rapid-E-Prototyping

Die Daten werden in jedem Fall über das Internet unmittelbar an den zentralen Applikationsserver von SBT gesandt. Dort erzeugt ein leistungsstarkes Energieanalyse-Programm automatisch aussagefähige Berichte zu Energie- und Medienverbrauch sowie Emissionen in einem einheitlichen Format, die wiederum dezentral über das World Wide Web jederzeit und überall passwortgeschützt abgefragt werden können – sei es für die gesamte Liegenschaft, für jedes Gebäude einzeln oder auch für einen einzelnen konkreten Zähler. Außerdem sind auf dem Applikationsserver das Sicherheitsmanagement, die Benutzerverwaltung und die Alarmzuordnung installiert, über die der Immobilienbesitzer oder -verwalter per SMS oder E-Mail benachrichtigt werden kann. Etwa bei Havarien, wenn die Eingabe der Zählerstände nicht termingerecht erfolgt oder ein zuvor gesetzter Budgetwert überschritten wird. Durch die Trennung von Applikations- und Datenbankservern, sowie deren Betrieb in einer mit Firewalls geschützten „demilitarisierten Zone“ wird ein hohes Maß an Sicherheit gewährleistet.

So genannte Rich-Internet-Applikationen wie EMC, die mit den Tools des amerikanischen Softwareunternehmens Adobe entwickelt werden können, stellen gleichzeitig intuitiv zu bedienende Benutzeroberflächen, interaktive Kommunikationsfunktionen und leistungsfähige Anwendungen auf vorhandenen Netzwerk- und Unternehmensinfrastrukturen bereit. Außerdem senken sie auch spürbar die Betriebskosten einer Website, indem sie die Anzahl der überflüssigen Seitenaufrufe verringern und Daten in komprimierter Form übertragen, und verlagern die Last einfacher Aufgaben – wie etwa Sortieralgorithmen oder auch Plausibilitätsprüfungen – vom Server auf den Client und tragen so zu einer Bandbreitenoptimierung bei. Denn anders als bei herkömmlichen HTML-Applikationen müssen die Inhalte nicht immer neu vom Server geladen werden. „ Animation, Dynamik, ein hohes Maß an Interaktivität und kollaborative Anwendungen können in dieser Form mit keiner anderen Technologie so umgesetzt werden“, lobt Michael Deiß.

Aber auch die Effizienz auf der Entwicklungsseite habe den Auftraggeber überzeugt . Insbesondere die Tatsache, dass das eingesetzte Werkzeug Adobe ColdFusion MX als Rapid-Application-Tool (RAD) genutzt werden kann und dadurch sehr schnell zu ersten Prototypen führt, begeisterte die SBT-Verantwortlichen. So zeigte sich in der Praxis, dass auch komplexe Anwendungen damit mindestens dreimal schneller realisiert werden können als entsprechende Java-Applikationen. Dank der von eggs unimedia eingesetzten Methode „Rapid e-Prototyping“ konnte die Anwendung bereits nach drei Monaten Entwicklungszeit zum vereinbarten Termin online gehen und wird nun ständig auf Kundenwunsch um zusätzliche Module erweitert. Auch wenn künftige Anwender dieser Lösung Bedarf an einer individuellen Anpassung oder Integration in bestehende IT-Systeme haben, erhalten sie schnell und unbürokratisch Hilfe bei den Münchener Experten.

Energieeinsparungspotenzial von bis zu 15 Prozent

Vergleichbare, witterungsbereinigte Daten ermöglichen bei EMC das Errechnen von Benchmarkzahlen, die man benötigt, um ähnliche Gebäudetypen miteinander zu vergleichen und nach den Ursachen für erhöhten Energieverbrauch zu suchen. Dadurch lassen sich kontinuierlich Optimierungspotenziale identifizieren und die Qualität und Performance des Gebäudebetriebs verbessern. Neben umweltpolitischen Gesichtspunkten spielen dabei auch verschiedene neue EU-Richtlinien zur Emissionsminderung eine Rolle, die sich aus dem Kyoto-Protokoll ergeben und für deren Einhaltung ein Gebäudebesitzer künftig die Verantwortung trägt.

Verschiedene Studien haben klar aufgezeigt, dass Appelle an das Umweltbewusstsein der Mitarbeiter oder Gebäudenutzer alleine nicht zu einem Umdenken führen. Die detaillierte Erfassung und Überwachung des Energieverbrauchs durch das obere Management kann das Verhalten der Verbraucher beeinflussen - so lassen sich Energieeinsparungen von bis zu 15 Prozent erreichen. Alleine das Erstellen von Lastprofilen und deren genaue Beobachtung führen häufig bereits zu Einsparungen von zwei bis fünf Prozent, etwa wenn nachts unnötigerweise die Beleuchtung in bestimmten Räumen angeschaltet ist. „Damit machen sich die Ausgaben für den Einsatz unserer Lösung schon sehr schnell bezahlt“, erklärt der Siemens-Manager Robert Gärtner. Neben der Befreiung der Mitarbeiter vor Ort von der lästigen Zettelwirtschaft unterstützt die mehrsprachige ASP-Lösung wirksam so die Kostenkontrolle und sorgt für eine sofortige Warnung bei Unregelmäßigkeiten.

Nach dem erfolgreichen Start in Österreich, Dänemark, Deutschland, Belgien, Frankreich, Thailand und Australien arbeitet Siemens Building Technologies derzeit daran, diese kundenfreundliche Lösung weltweit zu lancieren. „Das Interesse und der Bedarf an solch einem flexiblen, leistungsfähigen und gleichzeitig kostengünstigen Angebot für das Energiemanagement ist immens", stellt Robert Gärtner zufrieden fest. Derzeit richtet sich das Marketing bei SBT verstärkt an Hotels und Krankenhäuser. In der Schweiz entfallen beispielsweise rund 50 Prozent des Energieverbrauchs der Kantonsgebäude auf Krankenhäuser. Marktanalysen von Siemens Building Technologies belegen, dass Hotel- und Klinikmanager zwar stark an diesem Thema interessiert sind, aber entsprechende Entscheidungen hinauszögern: „Denn Energiemonitoring und -controlling waren bisher immer mit dem Erwerb von Hard- und Software sowie mit Kosten für Lizenzen, Fortbildungen und Upgrades verbunden“, weiß der Siemens-Manager. Gärtner: „Viele fordern kostengünstigere Lösungen, bei denen keine speziellen Fachkenntnisse vorausgesetzt werden“. Mit der Verfügbarkeit der EMC-Dienstleistung – so der SBT-Experte – seien dies keine Argumente mehr: „Normale Computerkenntnisse reichen aus, um die angefragten Daten einfach über einen Standard-Browser einzugeben oder abzufragen“.